Tai Ping Hui Kui ist der Affenkönig unter den Grünen Tees

Tai Ping Hui Kui ist der Affenkönig unter den Grünen Tees

Tai Ping Hou Kui oder Taiping houkui, ist ein Grüner Tee der am Fuße des Huang Shan Gebirges wächst und als chinesische Teerarität gilt. Er zählt auch zu den berühmtesten Tees aus China. Der Tee besteht aus einem jungen Trieb mit Knospe und den zwei jüngsten Blättern. Diese werden bei der Verarbeitung so gepresst, dass Sie fast aussehen wie ein großes sehr flaches Teeblatt. Der Tee ist berühmt für seinen milden Geschmack und das leicht blumige Aroma, welches an Orchideen erinnert.

Ursprung von Tai Ping Huo Kui Tee

In der Tee-Anbauregion von Anhui, die das ganze Jahr über von Regen und Nebel geprägt ist, gibt es viele Legenden über den Geist des Affen. Orchideen, von denen angenommen wird, dass sie die Quelle des exquisiten Duftes des Tees sind, wachsen wild in den Teegärten. Vielleicht stimmt es, dass das Mitgefühl eines Teebauern, das er den Affen gezeigt hatte, mit wunderbarem und einzigartigem Tee zurückgezahlt wurde, oder vielleicht sind es die ungewöhnlichen Anbau- und Verarbeitungstechniken die Tai Ping Huo Kui so besonders machen. In jedem Fall ist das Endergebnis ein Tee, der in China als Darbietung für die Götter gereicht wird und regelmäßig Auszeichnungen gewinnt.

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Die traditionelle Verarbeitungstechnik von Tai Ping Hou Kui entstand Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts in der Nähe des Dorfes Hou Keng in der chinesischen Provinz Anhui. Herr Wang hatte das Gefühl, dass er aus den besonders kräftigen Teebüschen in seinem Teegarten einen besseren Tee machen könnte. Daher wählte er die Besten Triebe aus seiner Ernte aus und bearbeite diese nach der Ernte zusätzlich: anstatt die Blätter leicht zu rollen, drückte er die Teeblätter mit einer Walze auf die Maschen eines feinen Gitters, um sie dünn und gerade zu machen. So wurde der erstaunlich aussehende Tai Ping Hou Kui Tee geboren.

Als traditionelle Anbauregion zählt heute nach wie vor die Gegend rund um die Drei Dörfer Hou Keng, Hou Gang und Yanjiachun. Tees aus dieser Region sind deutlich wertvoller als aus den benachbarten Dörfern. Die Teegärten verteilen sich auf das bergige Gebiet rund um die Dörfer. Dort sorgen naturbelassene Urwälder und verwitterndes Gestein für einen fruchtbaren und mineralstoffreichen Boden und damit für ein üppiges Wachstum der Teepflanzen.

Wussten Sie:

Der Tai Ping Hou Kui von TEZEN wurde im Dorg Hou Gang am Füße des Huangshan Berges angebaut. Der Tee wurde Mitte April von Jahrzehnte alten Teesträuchern von Hand geerntet.

Ursprünglicher Tai Ping Huo Kui wird aus dem Tee Kultivar Shi Da Cha hergestellt. Das Kultivar hat besonders lange Teeblätter ist aber trotzdem sehr mild im Geschmack. Es wird nur in der Region Anhui angebaut. In der ursprünglichen Region der Drei Dörfer gibt es sogar viele wildwachsende Teesträucher. Tai Ping Hui Kui aus Wildsammlung hat ein besonders intensives Orchideen Aroma ist allerdings auch sehr selten zu bekommen.

In Anhui wird Tai Ping Hui Kui normalerweise von Hand geerntet und verarbeitet. Mittlerweile gibt es auch maschinell hergestellten Tai Ping Hui Kui. Die Teeblätter sind dann sehr symmetrisch und gerade gepresst. Auch wenn die Blätter sehr schön aussehen, kommen diese Nachahmungen qualitativ bei weitem nicht an das Original heran. Da die Produktionsfläche sehr klein und die Nachfrage riesig ist, kommt es häufig zu Fälschungen von Hou-Kui-Tee. Authentischer Hou Kui Tee ist selten und sehr teuer. Es ist teilweise selbst in China schwer zu bekommen.

In einigen Blogs wird das Gerücht verbreitet, dass der blumige Geruch des Tai Ping Hui Kui Tees auf die in der Region wild wachsenden Orchideen zurück geht. Das ist natürlich quatsch. Teeblätter können nicht den Geruch von in der nähe wachsenden Blumen aufnehmen. Dieser würde im frischen Blatt sofort wieder verfliegen. Der blumige Geruch, der bei gutem Tai Ping Hui Kui tatsächlich an Orchideen erinnert, entsteht durch die leichte Oxidation während der Verarbeitung.

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Die Legende des Affenkönigs

Der Name Tai Ping Hui Kui geht auf eine alte chinesische Legende zurück. Der zufolge soll ein junger Affe sich im Tal von Huangshan von seinem Vater getrennt worden sein. Der Vater machte sich auf die Suche nach seinem Sohn, konnte Ihn jedoch nicht finden. So starb der junge Affe am Ende an Erschöpfung in einem Tal am Fuß des Berges. Ein alter Man fand den Affen und begrub ihn. Am Grab pflanzte er Teebäume und Blumen. Als er im nächsten Jahr wieder kam um Kräuter zu pflücken, stellte er fest, dass das gesamte Tall von Teebäumen bedeckt war. Aus dem Berg heraus hörte er die Stimme des Affenvaters welche sich bei ihm für seine gute Seele bedankte. So kam das Tal zum Namen Affental (Hou Ken) und der Tee zum Namen Affenkönig (Hou Kui).

Die wörtliche Übersetzung von Hou Kui ist tatsächlich Affenkönig. Von der schönen Legende einmal abgesehen hat der Tee natürlich nichts mit Affen zu tun. Der Name ist eigentlich eine Zusammensetzung aus dem Namen des ursprünglichen Dorfes Hou Keng und des Namens des Teebauern der die Verarbeitunstechnik entwickelt hat Wang Kui-Cheng.

Zubereitung und Geschmack von Tai Ping Huo Kui

Die Zubereitung von Tai Ping Hou Kui kann eine Herausforderung sein. Nur wenige Teekannen sind groß genug um die Blätter im ganzen aufzunehmen. Entweder man wartet bis die Blätter durch das Heiße Wasser weich geworden sind und schiebt diese dann ganz in die Teekanne oder man verwendet gleich ein hohes Glas (oder Tasse) zur Zubereitung. In einem Glas wiegen sich die Blätter anmutig im Wasser, was als „Phönixtanz“ bezeichnet wird. Da bei Tai Ping Hou Kui die Blattstruktur sehr gut aufgeschlossen ist, sollte die Ziehzeit kürzer sein als bei den meisten anderen Grüntees.

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Der Geschmack von Tai Ping Hou Kui ist sehr klar. Er hat nicht die typischen Grüntee Noten nach Algen, Gemüse oder gerösteten Nüssen. Er ist erfrischend, klar aber dennoch geschmacksintensiv. Der Aufguss ist sehr lebhaft mit einem subtilen Spiel von blumigen Aromen.

Ernte und Verarbeitung von Tai Ping Huo Kui

Die Erntezeit von hochwertigen Tai Ping Hou Kui erstreckt sich auf ein kurzes Zeitfenster von ca. zwei Wochen im Frühjahr (Mitte April). Im Sommer gibt es meist nochmal eine zweite Ernte. Diese ist aber bereits von deutlich geringerer Qualität.

Bei der Ernte wird jeweils ein junger Trieb mit Knospe und zwei Blättern geerntet. Die Blätter sind jung, hellgrün und für das Kultivar mit 5 bis 6 cm recht klein. Die Blätter sollten nicht größer Sein als die Knospe. Vor der Verarbeitung werden die Teeblätter noch mal sehr gut aussortiert. Anschließend werden die Triebe von Hand im heißen Wok kurz geröstet, um die Oxidation zu stoppen. Von dort werden die Triebe einzeln auf ein feines Sieb gelegt. Das Sieb ist in einem Holzrahmen eingespannt. Passend dazu gibt es ein zweites Sieb, welches genau darauf passt. Die beiden Siebe werden dann fest miteinander verpresst. So erhält der Tee seine einmalige Form. In den Sieben wird der Tee in den Trockenschrank gebracht.

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Unter dem Trockenschrank glimmt ein Kohlefeuer über welchem mehrere Rahmen mit Teeblättern gestapelt sind. Für die Trocknung sind mehrere Trockenschränke notwendig. Der heißeste mit 110°C und der letzte mit einer Temperatur um die 60 °C. Im ersten Schrank bleiben die Teeblätter nur für einige Minuten und im letzten so lange bis Sie vollständig getrocknet sind.  Der ganze Vorgang dauert 7-8 Stunden.

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