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Die wichtigsten Teekannen aus Japan und China im Vergleich: Yixing Teekanne, Gaiwan, Kuyusu und Tetsubin

Alles über geschichtliche Entwicklung, Materialeigenschaften und Pflege der wichtigsten Teekannen

Yixing Teekannen und die Entstehung der modernen Tee Tradition

Die Entstehung von Yixing Teekannen (ausgesprochen: E-Shing) ist direkt mit der Verwendung von Tee aus ganzen Teeblättern verbunden. In der Ming Dinasty entwickelte sich die Teetradition in China weiter. Bis dahin wurden Teeblätter gemahlen und zusammen mit aromatischen Pflanzenteilen zu Teekuchen gepresst. Dieser pulverförmige Tee wurde meist in Kupfer oder Silber Teekannen oder in Porzellan Teeservice zubereitet. Ähnlich wie wir heute noch Matcha Tee zubereiten. Mit dem Aufkommen von hochwertigeren Verarbeitungstechniken für Tee wechselten ab dem 16 – 17 Jahrhundert auch die Teekannen und Yixing Teekanen wurden immer relevanter.

Die ersten Yixing Teekannen wurden anfang des 16. Jahrhunderts von den Mönchen des Jinshan Tempels und Gong Chun hergestellt. Während der Qing Dinasty erfuhr die Töpferei der Yixing Teekannen ihren künstlerischen Höhepunkt. Im 17. Jahrhundert wurden zusammen mit den ersten Teelieferungen auch Yixing Teekannen nach Europa importiert. Diese dienten lange Zeit als Model für viele europäische Teeservice.

Teekannen aus Yixing ton sind atmungsaktiv, sehr gut hitzebeständig und äußert langlebig. Das macht Sie für den Teegnießer sowie den Liebhaber schöner Handwerkskunst gleichermaßen interessant. Im alten China wurden die Yixing Teekannen auch schnell zum Liebling der Intellektuellen und Künstler. Während der Kaiserhof und der Adel weiterhin aus glasierten Teegefässen trank, wurde Yixing zum filigranen Kunstwerk der kreativen Klasse. Das erhob Yixing Teekannen vom Gebrauchsgegenstand zum Liebesobjekt und zur Wissenschaft. Yixing Teekannen mit ihren eimaligen Formen, Farben und Verzierungen wurden so zum Ausdruck des Gemüts stilisiert und fügten der Teezeremonie ein neues Element der Ästhetik hinzu. Yixing Teekanen sind eine liebevolle Kombination der chinesischen Tee und Töpfer Tradition. Yixing Teekannen begeistern mit Ihrer einfachen und rustikalen Eleganz, die sich an den Formen aus der Natur orientiert. Eine einfache Schönheit, welche fast darauf drängt, dass sie in die Hand genommen und benutzt wird. Töpfer von Yixing haben ihre Werke traditionell mit ihren persönlichen „Schnittmarken“ signiert. Diese Praxis spiegelt den großen Stolz des Töpfers wider und bietet Sammlern die Befriedigung, die Arbeit nach Töpfer und Zeitraum ordnen zu können.

Die Eigenschaften des Zisha Tons verleihen den Teekannen einige Eigenschaften, welche den Geschmack des Tees noch weiter verbessern.

Auf Grund der offenporigen Stuktur des Tons, haftet jedesmal wenn ein Tee in der Yixing Teekanne aufgebrüht wird, eine kleine Schicht Tee am inneren der Teekannen an. Dadurch bildet sich im Laufe der Zeit eine Tee-Patina. Man brüht also Tee in Tee auf. Dies verbessert den Geschmack, die Farben und das Aroma des Tees. Insbesondere von Schwarzem, Pu erh und Semi-Oxidierten Tees wie Oolong Tee. Zusätzlich hält der Ton und der eng sitzende Deckel der Teekanne die Hitze sehr gut. Das verbessert zusätzlich den Aufbrühprozess vor allem von Tees wie Pu Erh oder Schwarztee, welche eine hohe Temperatur benötigen. Wenn Sie Grünen Tee in der Yixing Teekanne zubereiten achten Sie darauf, dass das Wasser auf mindestens 80 °C abgekühlt ist bevor Sie es in die Teekanne geben.

Das ist auch der Grund, warum Yixing Teekannen niemals mit Seife gewaschen werden sollen. Dies würde die Tee-Patina zerstören. Yixing Teekannen werden am besten nur mit klarem Wasser gespüllt und anschließend an der Luft getrocknet. Viele Teeliebhaber nutzen sogar für jede Teesorte nur eine spezielle Yixing Teekanne um die Tee-Patina auf eine Teesorte zu spezialisieren.

[porto_testimonial name=“Gao Zhuang“ role=“Chinesischer Philosoph“]Ich liebe lila Ton, weil er keine Glasur hat, einfach so als könnte man seinen Geist direkt sehen. Er braucht nicht sein Äußeres um seine Vornehmheit zu zeigen, er zeigt, das das was wahrhaft ist in der Natur auch am wertvollsten und am angenehmsten ist.[/porto_testimonial]

Verwendung von Yixing Teekannen

Chinesische Yixing Teekannen sind, für europäische Verhältnisse, sehr klein. Meist haben die Yixing Teekannen nur ein Volumen von 100 – 300 ml. In China gilt meist die Regel desto kleiner desto besser. Denn der hochwertigste Tee wird nur in den kleinsten Teekannen zubereitet. Dadurch wird sichergestellt, dass die Teekannen nach jedem Aufguss sofort komplett entleert wird. Der Tee ist dann immer frisch und warm und weniger Bitter als Tee, welcher längere Zeit in einer großen Teekanne zieht. Dafür lässt man bei der traditionellen Zubereitung den Tee meist nur 10 – 30 Sekunden ziehen und gießt ihn sofort in die Tasse. Die Tassen fassen dabei nur 30 – 50 ml. Das heißt der Tee kühlt sehr schnell ab in der Tasse und kann nach wenigen Minuten genossen werden. In China kann man so für viele Stunden zusammensitzen und dabei immer wieder den Tee aufgießen.

[porto_info_box icon_size=“32″ icon_border_radius=“500″ title=“Tipp!“ subtitle=“Wie Sie ihre Yixing Teekanne für den ersten Gebrauch vorbereiten:“]

  1. Gießen Sie Wasser mit Raumtemperatur in Ihre Teekanne und lassen Sie es 4-5 Stunden oder über Nacht ruhen.
  2. Gießen Sie das Wasser aus und wählen Sie die Teesorte, die Sie in Ihrer neuen Kanne genießen möchten. Gießen Sie Ihren ausgewählten Tee mit kochendem Wasser auf.
  3. Lassen Sie das Wasser auf Raumtemperatur abkühlen und gießen Sie es dann aus.
  4. Verwenden Sie Ihre Teeblätter für zwei weitere Aufgüsse, lassen Sie diese ebenfalls auf Raumtemperatur abkühlen und gießen Sie anschließend aus. Dies öffnet die Poren des Tons und reduziert den Geruch und Geschmack des Tons.
    Viel Freude mit Ihrer Yixing Teekanne

[/porto_info_box]

Herstellung von Yixing Tonkannen

Der Ton für Yixing Teekannen wird Zisha Ton gennant. Er kommt in drei natürlichen Farben vor: lila, grün und rot.

Der Lila Ton kommt aus der Region des Huanglong Berges in der Nähe von Yixing Stadt. Dort wird der Ton, welche unter tiefen Gesteinsschichten liegt, abgebaut.

Der Grüne Ton kommt in dünnen schichten zwischen dem Lila Ton vor und muss vorsichtig separiert werden.

Der Rote Ton kommt aus der Region des Zhaozhuang Dorfes, welches auch in der Nähe von Yixing Stadt liegt.

Der Yixing Ton ist für Töpfer sehr interessant, weil er eine sehr hohe Plastizität bietet und beim Brennen seine Form gut behält.

Nach dem Brennen kann der Ton seine Farbe nochmal verändern. Dies hängt vom Ton und der Temperatur beim Brennen ab. So können Farben entstehen wie Kupfer, Silber-grau, helles bis dunkles Gelb, dunkel grün oder blau.

Die am meisten geschätzten Teekannen sind jedoch immer noch der natürliche unberührte Zisha-Ton. Lila Ton ist die häufigste Art von Yi Xing-Tee und ähnelt normalerweise einem dunkelbraunen, wenn er einmal gebrannt ist. Grüner Ton kommt nur in geringen Mengen vor und daher ist es selten, eine ganze Teekanne aus diesem Material zu sehen. Es wird normalerweise für Akzente und Dekorationen verwendet und ähnelt der Farbe einer dunklen Eierschale, wenn sie einmal gebrannt ist. Rote Teekannen sind nicht so häufig wie der lila Ton, können aber immer noch in größeren Mengen als der grüne Ton gefunden werden. Dieses Material befindet sich tief in den Gebirgsschichten am Boden der Mineralvorkommen und ist daher schwieriger zu finden und entsprechend begehrter.

Der unverarbeitete Zisha Ton ähnelt einem Stück Stein mit einer schuppigen Außenfläche. Nach dem dieser abgebaut und extrahiert wurde, muss der Ton nach Farbe sortiert und von Hand bearbeitet werden. Die farblich getrennten Stücke werden erstmal der Witterung ausgesetzt. Sie werden von Sonne, Wind und Regen auf natürliche Weise verwittert, bis der Ton ungefähr die Größe einer Sojabohne erreicht. Hochwertiger Ton wird vor der Verarbeitung mehrere Jahre lang verwittert, damit die Poren besser aufgeschlossen sind. Anschließend wird der Ton langsam mit Wasser vermischt und immer wieder gewälzt, bis eine glatte und gleichmäßige Masse entsteht.

Was ist ein Gaiwan?

Ein Gaiwan (auch Zhong gennant) ist ein chinesisches Gefäss zur Teezubereitung. Es besteht meist aus dem Gaiwan mit Deckel und Untersetzer. Der Gaiwan hat nie einen Hänckel. Entsprechend der chinesischen Teetradition sind die meisten Gaiwans vom Volumen klein mit max 100 – 250 ml. Der Gaiwan wird meistens zur Zubereitung von Tee verwendet. Dazu wird eine größere Menge Tee in den Gaiwan gegeben und für ca. 30 Sekunden mit heißem Wasser aufgebrüht. Der Tee wird mit geschlossenem Deckel entweder in einen Pitcher oder in eine Teetasse gegossen. Der halb geschlossene Deckel dient dabei als Filter für die Teeblätter. Nach dem Abgießen des Teewassers wird der Deckel offengelassen, damit die Teeblätter für den nächsten Aufguss frisch bleiben. Mit dieser Technik können viele Aufgüße hintereinander genossen werden.

Einige Teesorten können auch direkt aus dem Gaiwan genossen werden. Vor allem Grüntee bietet sich hierzu an. Wenn direkt aus dem Gaiwan getrunken wird, darf die Temperatur nicht zu hoch sein, damit der Tee nicht bitter wird.

Wie benutzt man einen Gaiwan richtig?

Wird direkt aus dem Gaiwan getrunken, werden alle drei Teile (Gaiwan, Deckel und Untersetzer) gleichzeitig mit beiden Händen gehalten. Die Untertasse wird mit den Fingern der rechten Hand gehalten, während der Daumen auf dem Rand der Schüssel ruht. Die linke Hand hält dann den Deckel, mit dem die Teeblätter vor dem Trinken weggebürstet werden. Dies kann einige Übung erfordern.

Das Außgießen von Tee aus einem Gaiwan erfordert ebenfalls etwas Übung. Schieben Sie den Deckel zur Seite, um eine kleine Öffnung zwischen dem Deckel und dem Gaiwan zu ermöglichen. Die Öffnung sollte groß genug sein, um den Tee richtig herausfließen zu lassen, aber klein genug, um die Blätter im Inneren zu halten. Dadurch wird auch vermieden, dass heißer Dampf von der Rückseite des Gaiwan austritt, der Ihre Hände verbrennen könnte. Halten Sie dann die Ränder der Tasse mit Ihrem Mittelfinger und Daumen fest und drücken Sie mit Ihrem Zeigefinger fest auf den Knopf des Deckels, um einen festen Griff zu erhalten. Jetzt heben und gießen.

Im Gaiwan können alle Teesorten zubereitet werden. Der Gaiwan bietet sich aber vor allem für Tees mit delikatem Aroma an wie Grünem Tee, Weißem Tee und Gelben Tee sowie einige Oolong Tees wie z.B. Tie Guan Yin. Für Grünem Tee sollte der Aufguss mit offenem Deckel erfolgen. Für eher dunkle Teesorten mit geschlossenem Deckel.

Der Gaiwan ist aufgrund seiner glatten und glasierten Oberfläche gut geeignet für die Teeverkostung: Ersteres ermöglicht die Betrachtung des Tees während des Brühens, und letzteres verhindert eine Veränderung des Geschmacks und des Aromas des Tees während des Brühens.

Darüber hinaus ist die Teezubereitung im Gaiwan auch besonders effizient und einfach. Man benötigt kein Teetablet oder weiteres Zubehör.

Wann und wie verwende ich eine Gusseiserne Teekanne?

Die ursprüngliche Variante der Gusseisernen Teekanne kommt aus Japan und wird Tetsubin genannt. Diese wurden ursprünglich dafür verwendet, heißes Wasser auf dem Kohleofen zuzubereiten. Die Kannen sind auch deshalb in Japan so beliebt, weil viele Japaner glauben, dass sich beim Kochen ein Teil des Eisens ins Wasser löst. Das soll den Tee süßer und milder machen und gleichzeitig gut für die Gesundheit sein. Darüber hinaus sind die Teekannen in der Regel auf der Außenseite sehr schön und künstlerisch verziert.

Es ist nicht geklärt, sein wann die gusseisernen Teekannen in Japan verwendet werden. Es scheint jedoch wahrscheinlich, dass diese Art der Teezubereitung zusammen mit Sencha Tees aufgekommen ist. Sencha Tees waren die ersten Tees in Japan, welche als ganze Blätter aufgegossen wurden. Vorher war der Teegenuss auf Matcha Tee beschränkt und sehr formalisiert. Sencha Tees waren die ersten Tees, welcher auch in einer lockeren Umgebung genossen wurden. Dafür war die Tetsubin die ideale Teekanne.

Herstellung einer gusseisernen Tetsubin Teekanne

Dier Herstellung einer Testubin ist ein handwerklicher Prozess. Insbesondere die Verzierungen auf der Außenseite verlangen großes Geschick. Dazu wird zu erst eine Form aus Gips oder Ton hergestellt. Dabei wird die Verzierung von Hand in die Form aufgetragen. Anschließend wird geschmolzenes Eisen in die Form gegossen. Nach dem Gießen muss die Teekanne noch im Kohlefeuer aktiviert werden, indem das Feuer den Sauerstoff aus dem Metall herauszieht. Dadurch wird die Oberfläche porös und das Eisen kann sich leichter ins Teewasser lösen. Der Griff wird aus einem anderen Metall gefertigt, welches in der Regel innen hohl ist. Dadurch erwärmt sich der Griff langsamer und die Teekanne kann immer gut gegriffen werden. Wenn die Teekanne fertig ist, wird Sie noch mit einem natürlichen Lack auf der Außenseite überzogen. Der Lack wird aus dem Saft des Urushi Baums gewonnen. Dieser Prozessschritt erklärt auch, warum die Gusseisernen Teekannen auf der Außenseite meist glänzend sind während die Innenseite matt und porös ist.

Verwendung und Pflege einer Tetsubin Teekanne

Die gusseisernen Teekannen sind sehr stabil und langlebig. Das Gusseisen hat eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit weshalb der Tee deutlich länger warm bleibt als bei Teekannen aus Porzellan on der Keramik. Die Teekanenn haben ein herausnehmbares Teesieb aus Edelstahl. Das macht die Zubereitung von Tee sehr einfach.

[porto_info_box icon_size=“32″ icon_border_radius=“500″ title=“Tipps für die Zubereitung:“]Die Gusseiserne Teekanne mit heißem Wasser vorwärmen. Wasser anschließend ausgießen und Tee zubereiten.[/porto_info_box]

Eine ursprüngliche japanische Tetsubin zeichnet sich dadurch aus, dass das innere der Teekanne unbehandelt ist. Das heißt, das Eisen ist in direktem Kontakt zum Teewasser. Das führt auch zu den positiven Geschmacksveränderungen des Tees durch die Tetsubin. Der Tee wird milder und weniger Bitter durch die Zubereitung in der Tetsubin.

Dier Herstellung einer Testubin ist ein handwerklicher Prozess. Insbesondere die Verzierungen auf der Außenseite verlangen großes Geschick. Dazu wird zuerst eine Form aus Gips oder Ton hergestellt. Dabei wird die Verzierung von Hand in die Form aufgetragen. Anschließend wird geschmolzenes Eisen in die Form gegossen. Nach dem Gießen muss die Teekanne noch im Kohlefeuer aktiviert werden, indem das Feuer den Sauerstoff aus dem Metall herauszieht. Dadurch wird die Oberfläche porös und das Eisen kann sich leichter ins Teewasser lösen. Der Griff wird aus einem anderen Metall gefertigt, welches in der Regel innen hohl ist. Dadurch erwärmt sich der Griff langsamer und die Teekanne kann immer gut gegriffen werden. Wenn die Teekanne fertig ist, wird Sie noch mit einem natürlichen Lack auf der Außenseite überzogen. Der Lack wird aus dem Saft des Urushi Baums gewonnen. Dieser Prozessschritt erklärt auch, warum die Gusseisernen Teekannen auf der Außenseite meist glänzend sind während die Innenseite matt und porös ist.

Pflege einer Gusseisernen Teekanne Tetsubin

Ursprünglich wurden die Teekannen mit einem Kohlefeuer verwendet. Diese Feuer erzeugen eine sehr trockene Hitze. In unseren modernen Küchen ist es fast sicher, dass durch die höhere Feuchtigkeit bei der Teezubereitung die gusseiserne Teekanne irgendwann Rost ansetzen wird. Der Rost hat keinen negativen Einfluss auf den Geschmack des Tees. Wenn der Rost aus ästhetischen Gründen stört sollte diesen mit Grüntee entfernen. Die Antioxidantien des Grüntees lösen den Rost und färben gleichzeitig die Teekanne wieder dunkel. Wenn der Rost im Inneren ist einfach etwas Grüntee zubereiten und den Tee in der Teekanne abkühlen lassen. Außen den Grüntee mit einem glatten Touch aufbringen. Damit kann übrigens auch gleich die natürliche Lackschicht auf der Außenseite erneuert werden. Achten Sie auch darauf, dass kein Wasser oder Tee längere Zeit in der Teekanne bleibt um Rostbildung zu vermeiden.

Die japanische Kyusu Teekanne

Kyusu heißt auf Japanisch „Teekanne aus Ton“. Daher ist es auch nicht notwendig,  dass jede Kyusu Teekanne einen seitlichen Henkel hat. Auch wenn das die am weitesten verbreitet Form der japanischen Teekanne ist. Die berühmtesten Kyusu Teekannen kommen aus der Region Tokoname, weil dort in Japan die besten Tonvorkommen zu finden sind. Das Vorbild für die japanischen Kyusu Teekanenn sind die Yixing Teekannen aus China. Diese waren lange Zeit in Japan die einzigen Trinkgefäße für Tee. Bis in Tokonoame eigene Töpfereien angefangen haben Teekannen herzustellen und über die Jahre weiterentwickelt haben.

Der seitliche Henkel (Yokode no kyusu) ist in Japan weit verbreitet, weil dieser das Einschenken erleichtert, wenn man auf einer Tatami Matte sitzt. In der Regel sitzt einem dabei der Gast gegenüber. Will man dem Gast Tee einschenken, fällt dies mit dem seitlichen Henkel leichter als mit einem Henkel der oben an der Teekanne angebracht ist.

Außerdem erleichtert der seitliche Henkel das schnelle Ausgießen des Tees in mehrere Tassen. Bei einer Kyusu Teekanne ist der Aufguss am Ende meist am stärksten. Daher gibt es in Japan die Tradition, dass man bei mehreren Tassen in jede Tasse immer nur einen kleinen Schluck einschenkt und das mehrmals wiederholt bis die Tassen voll sind. So ist der Tee in Jeder Tasse ungefähr gleich stark.

Die meisten Kyusu Kannen sind mit einem integrierten Teefilter ausgestattet. Dieser ist entweder aus Edelstahl und zum Herausnehmen oder er ist direkt als Bestandteil der Teekanne fest getöpfert. Die Filter sind in der Regel auf Grünem Tee aus ganzen Blättern ausgelegt. Das heißt mit kleingeschnittenen Tees wie z.B. indischen Schwarztee, funktionieren diese nur schlecht.

Ein weiteres typisches Merkmal der Kyusu Teekannen ist die große Öffnung für den Tee. Das macht zum einen das befüllen und entleeren sehr angenehm. Zusätzlich ist sehr gut geeignet um den Tee mehrfach aufzugießen.

Vergleich der verschiedenen Teekannen: Yixing, Gaiwan, Tetsubin und Kyusu

Yixing Teekanne

Gaiwan

Tetsubin

Kyusu Teekanne

Material

Zisha Ton

Porzellan

Gusseisen

Traditionell auch aus Zisha Ton. Mittlerweile aber in vielen Materialen erhältlich.

Für welchen Tee am besten geeignet

Schwarzer Tee, Pu Erh Tee, Oolong Tee

Gelber Tee, Grüner Tee, Weißer Tee

Alle Teesorten

Grüner Tee, Oolong Tee

Besonderheiten

Der offenporige Ton bildet eine Tee-Patina. Diese verbessert den Geschmack

Ermöglicht einen guten Blick auf die Teeblätter und die Farbe des Aufgusses

Hält lange Zeit die Temperatur. Gibt etwas Eisen an das Wasser ab, was den Tee milder und süßer macht.

Kann sehr gut mit einer Hand bediehnt werden

Pflege

Klarspülen und an der Luft trocknen lassen. Niemals mit Seife waschen.

Da der Gaiwan aus Porzellan ist muss hier nichts beachtet werden.

Rost kann auftretten. Diesen am besten mit einem Tuch in etwas Grüntee einweichen.

Klarspülen und an der Luft trocknen lassen.

Profi Tipp

Verwenden Sie für jede Teesorte nur eine Yixing Teekanne. Dadurch wird die Tee-Patina den Geschmack noch besser hervorbringen.

Verwenden Sie zusätzlich zu ihrem Gaiwan eine hohe Tasse und eine Flache Tasse. Den Tee zuerst in die Hohe Tasse gießen und dann in die niedrige. Die Hohe Tasse ist zum Riechen, die niedrige zum trinken.

Tetsubin vor der Teezubreitung mit heißem Wasser vorwärmen.

Investieren Sie in eine traditionelle Kyusu Teekanne aus Tokoname

Nachteile

Für optimalen Teegenuss sind merere Yixing Teekannen notwendig. Eine Kanne je Teesorte.

Das trinken erfordert etwas Übung und man  kann sich am heißen Gaiwan leicht die Finger verbrennen.

Kann Rost ansetzen. Rost ist kein Problem für den Geschmack des Tees, kann aber die Ästhetik einschränken.

Die meisten Kyusu sind auf ein Volumen begrenzt, dass man noch mit einer Hand gut heben kann. Für größere Teerunden muss man daher auf eine andere Teekanne ausweichen.

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