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Was sind eigentlich die Besten Tees der Welt? Sechs Tees, welche Sie auf jeden Fall kennen sollten.

Die besten Tees der Welt zu finden ist eine Mammutaufgabe, die niemals endet:

Dies liegt zum einen daran, dass die richtig guten Tees meist aus sehr entlegenen Teegärten aus den Bergen Chinas, Taiwans und Japans kommen. Das raue Klima der Berge verlangt von den Teepflanzen das Maximum ab. Dadurch sind die Blätter am Ende besonders aromatisch. In diesen entlegenen Regionen wird traditionelle Handwerkskunst noch täglich gelebt. Die Handarbeit und das über Generationen weitergegebene Wissen schmeckt man natürlich auch beim Tee.

Zum anderen ist Tee, wie zum Beispiel guter Wein, sehr abhängig von den Umwelteinflüssen. Wetter, Bodenbeschaffenheit und Pflege der Teepflanzen erzeugen jedes Jahr wieder ganz neue Geschmackseindrücke. Das ist auch der Grund, warum bei hochwertigem Tee immer auch der Erntezeitpunkt und die Region eine wichtige Rolle spielen. Die gleiche Teesorte aus unterschiedlichen Regionen oder aus unterschiedlichen Jahrgängen kann ein komplett unterschiedliches Geschmacksprofil entwickeln. Auch hier kann man wieder den Vergleich zu gutem Wein gezogen werden.

Dies vorweggesagt, möchten wir es in diesem Artikel wagen einige der weltweit besten Teesorten vorzustellen. Dabei gehen wir darauf ein, was die besten Anbaugebiete und Erntezeitpunkte sind, so dass Sie sich beim Kauf selbst ein möglichst gutes Bild von der Teequalität machen können.

Da Hong Pao – Der Kaiser der Tees

Oolong Tee aus den Wuyi Bergen in China

Die legendären Wuyi Berge zählen zu den besten Tee Anbaugebieten von China. Da Hong Pao Oolong Tee ist nicht nur der berühmteste Tee dieser Region, sondern unbestreitbar auch der Beste. Allein diese Kombination sollte also die Aufnahme in unsere Bestenliste rechtfertigen. Der wahre Grund liegt jedoch in seiner Geschichte. Über mehrere chinesische Kaiser Dynastien hinweg galt dieser Tee als wertvolles Geschenk für den Kaiser und andere hohe Beamte. Daher kommt auch die chinesische Bezeichnung „Kaiser des Tees“.

Das besondere daran ist, dass die ursprünglichen Teepflanzen bis heute kultiviert werden. Die erste Generation dieser Pflanzen ist heute sage und schreibe 350 Jahre alt und werden von der Stadtverwaltung von Wuyi gepflegt. Diese Teepflanzen werden nicht kommerziell genutzt. Der Tee von ihnen wird aber auch heute noch als Gastgeschenk für geistige und weltliche Führer von der chinesischen Regierung überreicht.

Sehr selten ist es dennoch möglich Tee von den ursprünglichen Teepflanzen zu kaufen. Zuletzt hat die Stadtverwaltung im Jahr 2004 die Menge von 20 Gramm ursprünglichen Da Hong Pao Tee versteigert. Der Verkaufspreis lag dabei deutlich über den Wert der gleichen Menge Gold. Die 20 Gramm wurden für sagenhafte $21.000 USD versteigert.

Alle Da Hong Pao Teepflanzen, welche heute angebaut werden stammen in zweiter, dritter und vierter Generation von diesen Teepflanzen ab. Geschmacklich sind auch diese immer noch der Kaiser unter den Tees.

Dong Ding Oolong – Ein klassisches Aroma, das man nie wieder vergisst

Oolong Tee aus Nantou in Taiwan

Der Ursprung von Dong Ding Tee liegt in drei kleinen Dörfern in den Bergen von Taiwan: Pingding, Yonglong und Fenghuang. Dong Ding Tee aus diesen Dörfern erreichte als „Oolong des roten Wassers“ internationalen Ruhm. In dieser Region finden sich die idealen Bedingungen und das alte Wissen der Teemeister um einen Weltklasse Oolong herzustellen.

Die Berghänge von Nantou und Wu Dong bieten den Teepflanzen das ganze Jahr über hervorragende Wasserversorgung. Dadurch können auch noch 50 Jahre alte Teepflanzen hervorragende Erträge liefern. Neben den Erträgen ist der Tee dadurch besonders reichhaltig an ätherischen Ölen und Aromastoffen.

Der Tee wird von Hand zu halben Kugeln geformt. Die Halbkugel kann nur von Hand gerollt werden und ist ein eindeutiges Erkennungsmerkmal für einen hochwertigen Dong Ding Oolong. Diese spezielle Form hilft dem Tee beim Trocknen und führt so zum optimalen Oxidationsgrad.

Ursprünglicher Dong Ding Oolong ist sehr stark oxidiert, so dass die Blätter tiefschwarz schimmern. Die Ränder und Adern haben hingegen einen Roten Schimmer. Der Aufguss des Tees ist sehr kräftig und betört mit intensiven Fruchtaromen. Bei guter Qualität wird die Farbe des Aufgusses mit jedem Aufguss zunehmend röter.

Nur in dieser Region gibt es außerdem eine einmalige Symbiose. In den Dong Ding Bergen kommt eine Heuschrecken Art vor, welche sich an den Adern der Teeblätter labt. Da das Seekret viel zu süß für die Heuschrecke ist bleibt ein klebrig süßer Saft auf den Teeblättern zurück. Dieser ist vergleichbar mit Waldhonig und verleiht dem Tee ein ungewöhnlich süßen und honig-karamellartigen Geschmack.

Gyokuro – Göttlicher Tropfen

Halbschatten Grüntee aus Kyoto in Japan

Japan ist weltweit berühmt für seine hochwertigen Grünen Tees. Gyokuro, was so viel wie „kostbarer Tropfen“ bedeutet, ist der aufwendigste und anspruchsvollste aller japanischen Grüntees. Dieser Tee wird nur von den jüngsten Trieben aus der Frühlingsernte im April und Mai hergestellt. Denn über den Winter sammeln sich viele Nährstoffe in den Wurzeln der Teepflanzen an. Mit der Frühlingssonne schießen diese in die jungen Triebe, welche dadurch sehr aromatisch und süßlich mild sind. Um diese kostbaren Inhaltstoffe zu schützen, werden die Teepflanzen, nach dem die jungen Triebe ca. 2 cm groß sind, mit Stroh und Bambusmatten beschatten. Diese Tradition kommt ursprünglich aus den Bergen von Kyoto, weshalb noch heute Gyokuro Tees aus Kyoto einen besonderen Ruf genießen.

Die Beschattung schützt die Inhaltstoffe der jungen Triebe vor der Sonneneinstrahlung. Zusätzlich regt es die Produktion von Chlorophyll und Aminosäuren in den Trieben an. Theanin ist eine Aminosäure, welche sich dabei stark anreichert. Theanin regt im Gehirn alpha-Wellen an, welche die Entspannung und Konzentration fördern können.

Zusätzlich sind die höheren Aminosäuren für den besonderen Umami Geschmack des japanischen Grüntees verantwortlich. Der Tee hat einen herzhaften oder deftigen Geschmack. Daher bezeichnen die Japaner ihren Tee oft auch als Tee Suppe.

Nach der Ernte werden die Teeblätter erst kurz in heißem Dampf erhitzt um die Oxidation zu stoppen. Anschließend werden erst alle Stängel aussortiert. Die übrig gebliebenen jungen Blätter werden dann von Hand zu langen dünnen Nadeln gerollt. Eine Aufgabe, welche nur von sehr erfahrenen Teemeistern durchgeführt werden darf.

Pu-Erh – Der Tee, der besser wird je älter er ist

Pu-Erh Tee aus Yunnan in China

Pu-Erh Tee aus Yunnan hat die einzigartige Eigenschaft, dass er besser wird je länger er gelagert wurde. Deshalb wird er auch oft als der Whiskey oder Cognac unter den Tees bezeichnet. Diese Besonderheit wurde in der chinesischen Region Yunnan bereits vor mehr als 400 Jahren entdeckt.

Die Blätter für Pu-Erh Tee werden von großen baumartigen Teepflanzen geerntet. Diese Teebäume sind oft viele Jahrzehnte alt und viele von ihnen wachsen wild in den Bergen von Yunnan. Nach der Ernte wird der Tee kurz geröstet und anschließend zu flachen Scheiben oder Kugeln gepresst. Diese nennt man auch Pu-Erh Tee Kuchen. Durch diesen Prozess sind sowohl die Teeblätter als auch der Aufguss des Tees tiefschwarz.

Traditionell wurde die Alterung des Tees auf dem Transportweg durchgeführt. Den ursprünglich wurde der Tee aus den Bergen Chinas erst mehrere Monate per Pferd und anschließend oft noch per Schiff transportiert. Heute werden die Tees gezielt gealtert und dies kann oft 20 bis 30 Jahre dauern. Diese Eigenschaften und den faszinierenden Geschmack von gealterten Pu-Erh finden Sie heute vor allem bei den so genannten Sheng Pu-Erhs wieder. Dieser werden auch heute noch traditionell gereift und können auch zu Hause noch weiter gelagert werden. Für diese Tee Raritäten gibt es weltweit viele Liebhaber und Sammler. So können besondere Pu-Erh Kuchen Preise ähnlich wie seltene Kunstwerke erzielen.

Seit einigen Jahrzehnten gibt es auch eine Technik Pu-Erh Tee schneller zu altern. Dieser schnellere Prozess wird vor allem bei Shou Pu-Erhs angewandt. Auch diese Tees haben ihren geschmacklichen Reiz. Allerdings ist bei ihnen der Alterungsprozess abgeschlossen und der Geschmack des Tees verändert sich mit der Lagerung nicht mehr.

Long Jing – Der Champagner der chinesischen grünen Tees

Grüner Tee aus Zhejiang in China

Long Jing ist bei chinesischem Grüntee, das was Champagner bei Schaumwein ist: absolute Spitzenklasse. Die ursprüngliche Anbauregion für diese Teespezialität ist rund um die Stadt Hangzhou in der Region Zhejiang. Hangzhou wurde bereits von Marco Polo als die nobelste Stadt der Welt bezeichnet. Sie ist bis heute ein kulturelles und intellektuelles Zentrum in China, sowie ein absolutes Mekka für Teeliebhaber.

Der beste Long Jing stammt aus der Frühjahrsernte. Diese feinen Knospen sind für Tee verhältnismäßig klein (ca. 5 – 7 mm). Sie werden direkt nach der Ernte in einem heißen Wok kurz geröstet, um die Oxidation zu stoppen. Dabei werden sie von Hand immer wieder gegen die Wand des Woks gedrückt. Dadurch werden die Blätter ganz flach und gerade als wären sie in einem Buch gepresst worden.

Durch das rösten bekommt der Tee auch angenehm wärmende Röstaromen z.B. nach Walnüssen. Ähnlich wie bei Champagner gibt es auf Grund der großen Beliebtheit auch bei Long Jing viele Nachahmer Tees aus anderen Regionen. Da dort weder die klimatischen Bedingungen noch das traditionelle Wissen vorhanden sind, ist von diesen Tees eher abzuraten. Schließlich würden Sie ja auch keinen Sekt als Champagner kaufen. Oder?

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