Die Jahreszeiten und der japanische Tee

Die Jahreszeiten und der japanische Tee

Eine kleine Übersicht über die Aktiviäten in einem japanischen Teegarten für die Herstellung berühmter japanischer Tees wie Gyokuro oder Kabuse Sencha

Die Teeernte besteht darin die jungen Teeblätter von den Teepflanzen zu sammeln. Das ist sicherlich der Höhepunkt des Teejahres. Damit gesunde und wohlschmeckende Teeblätter geerntet werden können, müssen die Teegärten das ganze Jahr über verschiedenste Aktivitäten durchführen. Hier möchten wir Ihnen einen kleinen Überblick über die wichtigsten Termine eines japanischen Teegartens geben.

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Das Teejahr beginnt im Frühjahr mit der ersten Ernte

Die Jahreszeiten in Japan sind sehr ähnlich gelagert zu denen in Mitteleuropa. Das bedeutet, das zwischen Dezember und März der Winter herrscht und viele Teegärten, vor allem in den Bergen mit Schnee bedeckt sind. Entsprechend finden die meisten Aktivitäten im Teegarten zwischen Frühjahr (März) und Ende Herbst (November) statt.

Das Frühjahr beginnt dabei gleich mit der Hauptaktivität, der Tee-Ernte. Für hochwertigen Tee wie z.B. Sencha oder Gyokuro werden dabei in der Regel nur die Knospe und die beiden jüngsten Teeblätter geerntet. Für einige Teesorten wie z.B. Bancha oder Houjicha werden später im Jahr die älteren Blätter (3 – 5 Blatt) des Triebes geerntet.

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Teeknospe mit den zwei jüngsten Blättern für hochwertige Tees wie Gyokuro oder Sencha.

Die Frühjahrsernte ist für die Premium Teesorten: Gyokuro, Kabuse Sencha und Matcha reserviert.

In den meisten Regionen in Japan kann Tee zwei bis drei mal im Jahr geerntet werden. Die mit Abstand beste Teeernte ist jedoch die Frühjahrs Ernte. Nach der Winterpause sind die Wurzeln der Teepflanze mit vielen Nährstoffen angereichert. Diese schießen im Frühjahr in die jungen Blätter, weshalb diese besonders aromatisch, mild und Vitalstoffreich sind. Zusätzlich ist die Sonneneinstrahlung noch nicht so intensiv, was auf natürliche Weiße die Inhaltsstoffe in den jungen Blättern schont.

Je nach Region wird die Frühjahrsernte zwischen Mitte April und Mitte Mai durchgeführt und kann sich bis Anfang Juni hinziehen. Anschließend werden die älteren Teeblätter für Tees mittlerer Qualität wie z.B. Bancha Tee geerntet. Die zweite Haupterntezeit für hochwertige Tees ist in der Mitte des Sommers (Juli). Wo erneut die jungen Triebe für Sencha und teilweise auch für Matcha Tee geerntet werden.

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Ein Teegarten erfordert das ganze Jahr über kontinuierliche Pflege

Die Blätter der Teepflanzen können und müssen den ganzen Sommer über gepflückt werden. Ansonsten würden die Teepflanzen zu groß werden und könnten nicht mehr sinnvoll geerntet werden. Daher werden das ganze Jahr über Tees verschiedener Qualitätsstufen hergestellt. Je nach Philosophie des Teegartens werden die Teepflanzen zwischen den Ernten auch einfach nur zurückgeschnitten und die Blätter als Dünger unter den Teepflanzen gelassen. Dieses zurückschneiden stimuliert das Wachstum junger Blätter und hilft dem Teefarmer die Pflanzen auf einer guten Höhe zu halten. Nach dem Zurückschneiden werden im gleichen Jahr keine Blätter mehr geerntet, damit die Teepflanzen sich regenerieren können.

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Frisch zurück geschnittene Teepflanzen mit jungen Trieben

Damit Teepflanzen in einem Teegarten ihren vollen Geschmack entwickeln können werden diese mehrmals im Jahr gedüngt. Ja nach Anbaumethode kann dies organischer Dünger aus z.B. Pflanzenresten und Mist sein oder Stickstoffdünger. In der Regel werden die Teepflanzen 2 – 3 Wochen vor der Ernte gedüngt, damit die jungen Blätter ein gutes Aroma entwickeln. Zusätzlich zur Düngung muss der Teefarmer die Teepflanzen regelmäßig zwischen den Ernten von Unkraut und ggf. Schädlingen befreien.

Bei TEZEN arbeiten wir nur mit Teegärten zusammen, welche dies ohne den Einsatz von chemischen Herbiziden oder Pestiziden erledigen. Ein natürlicher Schutz vor Schädlingen bietet zum Beispiel der Einsatz von Nützlingen (z.B. Marienkäferlarven) oder natürlichen Insektenfallen wie z.B. Klebefallen.

Das Frühjahr ist die wichtigste und kritischste Zeit für japanischen Grüntee

Eine große Herausforderung für den Teegarten kann auch der Frost im Frühjahr sein. Dies ist vergleichbar mit dem Obstanbau in Süddeutschland oder in vielen Weinregionen.

Gerade im März und April, wenn die jungen Tee Knospen sich entwickeln besteht noch ein hohes Risiko dass diese durch Nachtfrost beschädigt werden können. Dies würde insbesondere die Kostbare Frühjahrsernte gefährden.

Daher sieht man auf sehr vielen japanischen Teegärten 6 – 8 m hohe Ventilatoren. Damit wird in der Nacht wärmere Luft aus den höheren Luftschichten auf die Teepflanzen geblasen. Dadurch können diese vor Frost geschützt werden.

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Japanischer Teegarten mit Ventilatoren auf hohen Säulen, um die Teepflanzen vor Frost zu schützen.

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Japanischer Teegarten mit Gerüsten, welche vor der Teeernte mit schwarzen Netzen bespannt werden.

Eine Hauptarbeit besteht im Frühjahr außerdem in der Beschattung der Teepflanzen welche später für Premium Tees wie Gyokuro, Kabuse Sencha oder Matcha verwendet werden sollen. Diese werden je nach Teesorte zwischen zwei und vier Wochen vor der Ernte beschattet. Dies dient dazu, die Aromen und Vitalstoffe in den jungen Trieben vor zu starker Sonneinstrahlung zu schützen. Die jungen Blätter sind sehr empfindlich und eine zu starke Sonneinstrahlung würde viele der Inhaltsstoffe zerstören.

Die Inhaltsstoffe sind vor allem L-Theanin, eine Aminosäure welche zum einen für den berühmten Umami Geschmack verantwortlich ist, sich aber auch entspannend auf das Nervensystem auswirkt. Zur Beschattung werden um die Teesträucher kleine Gerüste aufgebaut, die entweder traditionell mit Bambus bedeckt werden oder mittlerweile häufig mit schwarzen Netzen bespannt werden.

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